Der Pfrieme-Stumpe

Pfriemestumpe small Die Narrengilde Pfrieme-Stumpe Tennenbronn wurde am 24.11.1972 gegründet. Als Symbol ihres Narrentyps wählten die Gründungsmitglieder die in Tennenbronn so üppig wachsenden Pfriemen (Ginster) aus und nannten die Gestalt „PfriemeStumpe“. Entsprechend zum natürlichen Vorbild wurden auf grünen Stoff leuchtend gelbe Pfriemensträucher mit ihren knorrigen Wurzeln gemalt. Der Maske, die einen alten Schwarzwaldbauern darstellt und mit einem weichen braunen Fell umhüllt ist, wollte man mit dem schweren astigen Stumpen einen markanten Ausdruck verleihen. Es sollte zudem die schwere Arbeit mit der unausrottbaren Plage der Pfriemen symbolisiert werden. Im Farbton des Buntsandsteins ist das kupferne Geschell gehalten, und der Schlitzsack wurde einem überlieferten Tragebeutel nachgebildet. Der Pfriemebesen, von der Narrengestalt in der Hand geschwungen, wird zu jeder neuen Fasnetssaison aus frischen Ginsterbüschen gebunden. Mit dieser Rute führt der Gildemeister den Pfriemeschlag aus, wodurch jeder neue Kleidlesträger in die Gemeinschaft der aktiven Narren aufgenommen wird. Geschichte

Der Kappelgeist

Kappelgeist small Schon im frühesten Altertum ging hier die alte Völkerstraße zwischen Rhein und Donau vorüber. Die ganze Gegend war mit einem dichten Urwald bedeckt. Bären und wilde Hunde, Wölfe und sonstiges Raubzeug trieb hier sein Unwesen. Erst seit etwa tausend Jahren siedelten hier die ersten Menschen. Die beschwerlichste Stelle der alten Straße war der steile Aufstieg von Hornberg hierher. Hier gab es nicht nur Kämpfe mit wilden Tieren. In den dichten Wäldern und engen Seitentälern gab es auch gefährliche Räuber! Angeblich zur Sicherung der Reisenden ist hier, wo jetzt der Parkplatz ist, ein Wirtshaus erbaut worden. Der Wirt war aber der gefährlichste Räuberhauptmann in weitem Umkreis. Wenn ein Wagenzug nahte, bespitzelte er die Reisenden, wenn Beute zu erwarten war, gab er seinen Spießgesellen eine Nachricht. Er wiegte die Gäste in Sicherheit, die Räuber plünderten derweil die Wagenladungen aus. Einmal kam ein größerer Wagenzug hierher. Der Wirt hatte erfahren, dass auf einem der Wagen eine schwere Kriegskasse geladen war. Sie enthielt viel tausend güldene Dukaten. Ein anderer Wagen war mit einer eisenbeschlagenen, schweren Eichenholzkiste beladen, in der ein reicher Schatz aus Gold und Edelsteinen, mit Perlen und schwerem Silber von ungeheurem Wert bis obenauf gefüllt war. Beide Wagen sollten zu einem reichen Fürsten an der Donau gebracht werden.

Das Linde-Wieble

Lindewieble small Unser neuester Narrentyp ist unser Linde-Wieble. Diese Narrenfigur bereichert unseren Verein seit dem Jahr 2000. Das Linde-Wieble stellt eine alte merkwürdig daherkommende Figur dar. Sie lebte in Abgeschiedenheit und braute allerlei merkwürdiges Gebräu. Böse Zungen behaupten sogar, sie hätte mit dem Teufel Karten gespielt